Datum und Uhrzeit per Kommando setzen

Unter Linux lassen sich Datum und Uhrzeit mit folgendem Befehl setzen:

date -s "8 OCT 2024 12:00:00"

Dieses Beispiel setzt das Datum auf den 8. Oktober 2024 und die Uhrzeit auf 12 Uhr mittags.

Der date-Befehl lässt sich auch folgendermaßen mit Formatangabe verwenden:

date +%Y%m%d -s 20250112

Dieses Beispiel setzt das Datum auf den 12. Januar 2025.

Docker und docker-compose installieren auf Linux Mint

1. Abhängigkeiten installieren

# apt update
# apt install -y apt-transport-https ca-certificates curl gnupg

2. Docker-GPG-Schlüssel

Mit folgendem Befehl installieren Sie den Docker-GPG-Schlüssel und fügen ihn dem Repository hinzu:

$ curl -fsSL https://download.docker.com/linux/ubuntu/gpg | sudo gpg --dearmor -o /usr/share/keyrings/dockerce.gpg
$ echo "deb [arch=$(dpkg --print-architecture) signed-by=/usr/share/keyrings/dockerce.gpg] https://download.docker.com/linux/ubuntu jammy stable" | sudo tee /etc/apt/sources.list.d/dockerce.list > /dev/null

3. Docker installieren

# apt install docker-ce docker-ce-cli containerd.io docker-buildx-plugin docker-compose docker-compose-plugin -y

4. Docker testen

Docker Version anzeigen:

$ docker version

Status des Docker-Services anzeigen:

$ systemctl status docker

Hello-World-Image starten:

# docker run hello-world

Optional: Docker als lokaler Benutzer verwalten

Fügen Sie ihren Benutzer der Gruppe „docker“ hinzu, um docker ohne root-Rechte verwalten zu können:

# usermod -aG docker <benutzername>
$ newgrp docker

Automatische Updates

Unter Debian gibt es eine Serversoftware zur automatischen Aktualisierung des Betriebssystems. Das Paket heißt „unattended-upgrades“ und wird mit folgendem Kommando installiert:

# apt install unattended-upgrades

Nach der Installation starten Sie den Updateserver mit:

# systemctl start unattended-upgrades.service

Damit der Updateserver nach einem Neustart des Betriebssystems automatisch startet, geben Sie folgendes Kommando ein:

# systemctl enable unattended-upgrades.service

Die Konfigurationsdatei dieses Dienstes finden Sie unter:

/etc/apt/apt.conf.d/50unattended-upgrades

Host festlegen

Um unter Debian den Hostnamen festzulegen (z.B. „meine-domain.de“), benötigen Sie folgendes Kommando:

# hostnamectl set-hostname meine-domain.de

Mit folgenden Befehlen können Sie den Hostnamen überpfüfen:

$ hostname
$ cat /ect/hostname

Webmin installieren

Mit Webmin kann man einen Server über den Browser verwalten.

Um Webmin zu installieren müssen wir die Paketliste /etc/apt/sources.list um folgende Zeile erweitern:

deb [signed-by=/usr/share/keyrings/debian-webmin-developers.gpg] https://download.webmin.com/download/newkey/repository stable contrib

Danach nicht vergessen, den Paketindex zu aktulalisieren mit:

# apt update

Nun das Paket gnupg1 installieren:

# apt install gnupg1

Damit können wir den Paketschlüssel von Webmin herunterladen und hinzufügen:

$ wget http://www.webmin.com/jcameron-key.asc
# apt-key add jcameron-key.asc
# apt update

Nun können wir Webmin aus den Paketquellen installieren:

# apt install webmin

Webmin läuft danach als Service und kann mit folgendem Befehl überprüft werden:

# systemctl status webmin

Standardmäßig ist Webmin nun mit dem Browser unter Port 10000 erreichbar, z.B.:

https://beispiel.de:10000

Falls ein anderer Port gewünscht wird, kann dieser in der Datei /etc/webmin/miniserver.conf als Parameter „port=“ angepasst werden. Danach muss Webmin neu gestartet werden.

Zeitzone konfigurieren und Systemzeit synchronisieren

Unter Debian Linux prüft man die Zeitzone mit folgenden Kommandos:

$ timedatectl
$ ls -l /etc/localtime

Zeitzone ändern

Um die Zeitzone zu ändern, muss man zunächst die ausführliche Bezeichnung der gewünschten Zeitzone im Format „Region/Stadt“ herausfinden. Mit folgendem Kommando erhält man eine Liste aller verfügbaren Zeitzonen:

$ timedatectl list-timezones

Sobald die korrekte Bezeichnung der Zeitzone bekannt ist, z.B. „Europe/Berlin“, kann man sie mit folgendem Befehl festleten:

# timedatectl set-timezone Europe/Berlin

Hierzu sind Root-Rechte erforderlich.

Zur Verifikation verwendet man wieder folgenden Befehl:

$ timedatectl
               Local time: Thu 2024-01-18 14:37:23 CET
           Universal time: Thu 2024-01-18 13:37:23 UTC
                 RTC time: n/a
                Time zone: Europe/Berlin (CET, +0100)
System clock synchronized: no
              NTP service: n/a
          RTC in local TZ: no

System-Zeit synchronisieren

Timesyncd ist ein schlanker und mit Systemd kompatibler Dienst zur Synchronisierung der Systemzeit unter Debian.
Installation:

# apt install systemd-timesyncd

Mit folgendem Befehl überprüfen Sie den Status des Dienstes:

$ systemctl status systemd-timesyncd

Normalerweise sollte der Dienst nach der Installation automatisch laufen. Falls der Dienst nicht läuft, können Sie ihn mit folgendem Befehl starten:

# systemctl start systemd-timesyncd

Mit folgendem Kommando stellen Sie sicher, dass der Dienst automatisch nach jedem Systemstart geladen wird:

# systemctl enable systemd-timesyncd

Problem beim Installieren von Anydesk: Pakete libpangox und multiarch-support fehlen

Die Pakete libpangox-1.0-0 und multiarch-support werden von Anydesk benötigt. Falls sie fehlen, können sie von ubuntu.com heruntergeladen werden:

wget http://de.archive.ubuntu.com/ubuntu/pool/universe/p/pangox-compat/libpangox-1.0-0_0.0.2-5_amd64.deb
wget http://de.archive.ubuntu.com/ubuntu/pool/main/g/glibc/multiarch-support_2.27-3ubuntu1.5_amd64.deb

Danach können die Pakete installiert werden:

sudo dpkg -i multiarch-support_2.27-3ubuntu1.5_amd64.deb
sudo dpkg -i libpangox-1.0-0_0.0.2-5_amd64.deb 

Wichtig ist, dass das Paket multiarch-support vor dem Paket libpangox-1.0-0 installiert wird, da libpangox multiach-suport voraussetzt.

Danach kann Anydesk heruntergeladen und installiert werden, bzw. falls es schon installiert ist, sollte es nun laufen.

Grub-Menü: Timeout ändern

Der Timeout des Grubmenüs – also die Zeit, die das Bootmenü angezeigt wird – ist standartmäßig auf 10 Sekunden eingestellt. Wenn einem dies zu lange dauert, kann man diese Einstellung folgendermaßen ändern:

Mit einem Editor öffnet man die Datei „/etc/default/grub“. Hierzu werden Root-Rechte benötigt.

Z.B. mit Vim:

vim /etc/default/grub

Dort suchen wir die folgende Zeile:

GRUB_TIMEOUT=10

Der Parameter GRUB_TIMEOUT ist die Zeitdauer in Sekunden, die das Grub-Boot-Menü beim Hochfahren des Rechners angezeigt wird. Hier ersetzen wir die 10 durch den gewünschten Wert, z.B. 2.

GRUB_TIMEOUT=2

Danach speichern wir die Datei und verlassen den Editor.

Nun müssen wir nur noch das Grubmenü mittels folgenden Befehls aktualisieren:

sudo update-grub

Beim nächsten Start des Computers wird das Grub-Menü entsprechend kürzer angezeigt.

Bildergrößen über Kontextmenü anpassen

Wäre es nicht praktisch, über den Dateibrowser alle ausgewählten Bilder zu verkleinern? Mit Nautilus unter Ubuntu ist das überhaupt kein Problem.

Installation der erforderlichen Pakete:

sudo apt-get install imagemagick nautilus-image-converter

Nautilus neu starten:

nautilus -q

Nun können Sie in Nautilus ein oder mehrere Fotos auswählen und dann per Rechtsklick die Option „Bildgröße anpassen“ auswählen. Im folgenden Dialogfenster können Sie die gewünschte Größe in Pixel oder in Prozent relativ zur aktuellen Größe angeben. Sie können auch auswählen, ob die Dateien überschrieben werden sollen, oder ob die verkleinerten Bilder als neue Dateien abgespeichert werden sollen. In letzterem Falle geben Sie ein Suffix an, das an den Dateinamen angehängt wird.